DSL-Schub: T-Online beglückt die Börsianer - DER SPIEGEL
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DSL-Schub T-Online beglückt die Börsianer

Das Ergebnis stieg um 60 Prozent, das Geschäft mit DSL-Anschlüssen läuft wieder besser: Die Quartalszahlen von T-Online sehen rosiger aus, als die Analystenzunft dachte. Die lange schwächliche Aktie ist einer der Topgewinner im TexDax.
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Darmstadt - Nach Vorlage der Zahlen notierte T-Online   am späten Vormittag bei 9,26 Euro, ein Plus von 4,99 Prozent. Nur Kontron   und Aixtron   schnitten im TecDax noch besser ab. Zuletzt hatte der T-Online-Aktienkurs stark geschwächelt.

Die Telekom-Tochter hatte zuvor mitgeteilt, der Umsatz habe zum Vorjahresquartal um 12,7 Prozent auf 488,8 Millionen Euro zugelegt. Dazu habe unter anderem der Kundenzuwachs bei DSL-Internet-Zugängen beigetragen - er lag im Quartal bei 280.000, höher als von Analysten prognostiziert.

Ergebnis steigt trotz hoher Werbekosten

"Ein Ergebnis unserer Breitband-Offensive, die hier erste Erfolge zeigt", kommentierte Vorstandschef Thomas Holtrop. Kleiner Schönheitsfehler: Die neuen DSL-Kunden zahlen zwei Monate keine Nutzungsgebühren, was das Umsatzwachstum bremste. Analysten hatten denn auch mit einem Umsatz um die 500 Millionen Euro gerechnet. Wichtig aber: T-Online hat beim DSL-Marktanteil wieder die Marke von 50 Prozent erreicht.

Beim operativen Ergebnis konnte T-Online trotz erhöhter Marketingausgaben auf 117,7 Millionen Euro zulegen, nach 72,8 Millionen Euro vor Jahresfrist. Ursache dafür sei eine höhere Auslastung der Netzwerk-Kapazitäten gewesen. Die Auslandstöchter reduzierten ihre Verluste deutlich. Nach Steuern verblieb T-Online ein Quartalsgewinn von 79,3 Millionen Euro. Dies geht allerdings auch auf einen Wegfall von Firmenwertabschreibungen nach den Bilanzregeln IFRS zurück. Im Vorjahresquartal hatten sich die Abschreibungen noch auf rund 86 Millionen Euro belaufen - dies führte zu einem Konzernverlust von 31,3 Millionen Euro.

Ralf Hallmann, Analyst der Bankgesellschaft Berlin, wertete das Quartalsergebnis positiv. "Die Rohertragsmarge ist stabil hoch und die Verluste der Auslandstöchter sinken", sagte Hallmann. Der vergleichsweise geringe Zuwachs beim Umsatz sei dem ungewöhnlich starken Vorjahresquartal geschuldet. T-Online habe damals vor allem von einer hohen Nutzung des Internets durch den Irak-Krieg profitiert.