Dubiose Aktienverkäufe Martha Stewart schuldig gesprochen
New York - Der wegen Verschwörung, Falschaussage und Behinderung der Justiz angeklagte US-Fernsehstar Martha Stewart ist von den Geschworenen in allen Punkten schuldig gesprochen worden.
Stewart hatte in den 90er Jahren als Hausfrauen-Idol Milliarden Dollar mit Kochsendungen verdient. Laut Anklage verkaufte sie auf Grund illegaler Informationen Aktien des Biotechnologieunternehmens ImClone und belog Aktionäre und die Börsenaufsicht. Die Transaktion soll ihr 45.000 Dollar eingebracht haben.
Stewart hatte vor Gericht ihre Unschuld beteuert und war vom Vorsitz ihres Medienimperiums Martha Stewart Living Omnimedia zurückgetreten. Nach dem Schuldspruch drohen ihr bis zu 20 Jahre Gefängnis, die Haftstrafe dürfte jedoch deutlich geringer ausfallen.
Stewarts mitangeklagter ehemaliger Börsenmakler wurde der Verschwörung, des Meineids und der Behinderung der Justiz schuldig befunden. Nachdem die Aktien von Martha Stewart Living Omnimedia in Erwartung eines Freispruchs zunächst in die Höhe geschnellt waren, wurde der Handel nach dem Urteil eingestellt.