Rohstoffe Wasserkrisen vertreiben Millionen Menschen
Trockenheit, knappes Trinkwasser und klimabedingte Überschwemmungen dürften in den kommenden Jahrzehnten zu erheblichen Fluchtbewegungen führen. Das ergab eine Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG). Demnach könnten bis 2050 jährlich 32 Millionen Menschen durch Klima- und Wasserkrisen innerhalb ihres Landes vertrieben werden. Weitere 11 Millionen könnten die Flucht über die Landesgrenzen hinweg antreten. Von Mitteleuropa bis Südostasien sei keine Region gegen wasserbedingte Katastrophen gefeit, so die Studie. Am stärksten bedroht sind laut der Analyse Menschen in Afrika südlich der Sahara, in Südostasien, aber auch in Mitteleuropa. In einem Szenario mit unvermindertem Klimawandel dürften Überschwemmungen um mehr als 50 Prozent zunehmen. Als Lösung schlagen die Unternehmensberater ein »widerstandsfähiges Wassermanagement« vor. Dazu gehörten etwa »naturbasierte Lösungen«: Feuchtgebiete müssten wiederhergestellt werden. Außerdem brauche es einen verstärkten Einsatz der sogenannten Präzisionslandwirtschaft, die auf digitale Technologien setzt. Das sei »entscheidend für den Katastrophenschutz und die Förderung nachhaltiger Lebensgrundlagen«.
Melina Mara / The Washington Post / Getty Images
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