E-Commerce: EBay schwingt den Hammer - DER SPIEGEL
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E-Commerce EBay schwingt den Hammer

In der Riege der angeschlagenen Internetunternehmen wirkt eBay wie ein Streber. Im kritischen vierten Quartal konnte der Online-Auktionator die Erwartungen der Analysten sogar übertreffen.
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San Jose - Nachdem zuletzt viele E-Commerce-Unternehmen die Analysten enttäuschten, legte eBay ein überraschend gutes Ergebnis für das Schlussquartal vor. Wie das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte, steigerte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 81 Prozent, gleichzeitig stieg der Nettogewinn auf das Sechsfache.

Der Umsatz kletterte von 73,9 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf 134 Millionen Dollar, etwas mehr als die von Analysten prophezeiten 125,5 Millionen Dollar. Der Nettogewinn stieg von 3,8 Millionen Dollar oder ein Cent pro Aktie auf 23,9 Millionen Dollar oder neun Cents pro Aktie. Hier hatten Analysten etwa sieben Cents pro Dividendenpapier erwartet.

In Erwartung guter Zahlen schnellten eBay-Aktien an der Nasdaq um über acht Prozent in die Höhe und schlossen bei rund 46,90 Dollar. Im nachbörslichen Handel kletterten die Papiere weiter auf über 52 Dollar. Trotz aller Euphorie versuchte eBay, die Erwartungen etwas zu dämpfen. Es sei zu früh, um mit Sicherheit sagen zu können, dass eBay eine mögliche Rezession unbeschadet überstehen wird, zitierte die Online-Ausgabe des "Wall Street Journals" Manager des Unternehmens.

Dennoch könnte eBay von einer verschlechterten Wirtschaftslage sogar profitieren: Wer sein Geld etwa an der Börse verspekuliert hat, kann immer noch einen Teil seines Hausstands auf den Seiten des Online-Auktionators versteigern oder dort nach Schnäppchen suchen.