EADS-Entscheidung Airbus baut den A350
Paris - Das teilte EADS am Abend in Amsterdam mit. Der Aufsichtsrat des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns einigte sich auf die Finanzierung des zehn Milliarden teuren Projektes. Die Mittel will EADS überwiegend selbst aufbringen, hieß es in einer Presseerklärung. Zudem sollten neue Partner mit ins Boot geholt werden.
Airbus A350 XWB-Modell: Marktpotenzial von 5600 Maschinen
Foto: REUTERSDie Entwicklungskosten sollten über die Jahre 2007 bis 2014 gestreckt werden. "Der A350 XWB wird das modernste Flugzeug und ein Schritt vor seinen Konkurrenten", erklärten die beiden EADS-Co-Vorsitzenden Tom Enders und Louis Gallois. "Wir haben vor unserer Entscheidung alle verfügbaren Ressourcen gründlich geprüft, um die reibungslose Entwicklung der Flugzeugfamilie vor dem Hintergrund einer äußerst soliden Programmplanung sicherzustellen", sagte Gallois.
Der erste A350 soll 2013 in Dienst gehen. Airbus braucht das Modell, um im Konkurrenzkampf gegen den Dreamliner 787 von Boeing bestehen zu können. Das Großprojekt, dessen Entwicklungskosten auf zehn Milliarden Euro geschätzt werden, könnte auch Arbeitsplätze in Deutschland sichern. Die Entscheidung über den Start des A350 XWB (extra wide body) war ursprünglich für Ende November angekündigt worden.
Das Marktpotenzial für das A350-Segment beziffert Airbus auf 5600 Maschinen in den kommenden 20 Jahren. In der Konzernzentrale in Toulouse wurde potenziellen Kunden am Mittwoch und Donnerstag eine Detailstudie präsentiert.
bri/AP/dpa