EADS Raketensparte wird komplett umstrukturiert
Hamburg - "Bis 2008 wollen wir die Profitabilität verdoppeln", sagte der Präsident EADS Space Transportation, Evert Dudok, der "Financial Times Deutschland". Die Sparte, in der rund 4000 Mitarbeiter beschäftigt sind stehe dabei vor einem gewaltigen Umbau: Von der Ariane-5-Rakete sollen jährlich sechs statt fünf Exemplare gebaut werden. Gleichzeitig liefen große Entwicklungsprogramme aus, beispielsweise für die Transportkapsel ATV oder die französische Atomrakete M51.
"Wir wechseln von einer Entwicklungsphase in eine Produktionsphase", erklärte Dudok weiter. Bekannt sei bereits, dass wegen des Auslaufens der Entwicklungsprojekte in Frankreich binnen drei Jahren rund 700 Stellen wegfallen, davon etwa 500 Leiharbeitskräfte oder Zeitverträge. Das EADS-Raumfahrtgeschäft stehe nach Jahren mit Restrukturierungen und Verlusten damit vor einer Wachstumsphase und besseren Erträgen, schreibt die "FTD".
EADS Space mit den Sparten Raketen und bemannte Raumfahrt (Space Transportation), Satelliten (Astrium) sowie Services erzielte 2004 rund 2,59 Milliarden Euro Umsatz, aber lediglich zehn Millionen Euro operativen Ertrag. 2005 stieg der Umsatz nach vorläufigen Angaben um vie Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Space Transportation steuert dazu fast die Hälfte bei. Die Rendite der Gesamtsparte soll bis 2007/2008 auf sechs Prozent steigen, sagte jüngst Spartenchef Francois Auque.
ase/dpa-AFX