Ebay-Chefin Whitmans Traum vom Mega-Marktplatz
München - In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" ("SZ") sagte Whitman, eBay werde noch viele Jahre lang beim Umsatz zulegen können. "Wir haben in praktisch allen Kategorien weniger als ein Prozent. Wenn wir das auf drei oder vier Prozent steigern, wachsen wir noch gewaltig." Die Umsatzprognosen für die Jahre 2003 und 2004 will die ehemalige Investmentbankerin jedoch zunächst beibehalten.
Whitman sagte weiter, die flaue Konjunktur habe eBay geholfen, "denn in der Krise suchen die Leute nach Schnäppchen". Auch bei einer besseren Wirtschaftslage sei ebays Erfolg jedoch nicht gefährdet. Sowohl Käufer als auch Verkäufer stellten sich schnell auf neue Rahmenbedingungen ein.
Whitman gestand im "SZ"-Interview ein, dass das Auktionshaus in zunehmendem Maße Probleme mit betrügerischen Angeboten habe. Vor allem in Osteuropa gebe es zahlreiche Verkäufer, die abkassierten, jedoch dann nie etwas lieferten. eBay arbeite hart daran, diesen Missstand mit Hilfe neuer Technologien zu beseitigen.
Auf die Frage, ob eBay in Zukunft seinen Aktionären ein Dividende zahlen wolle, sagte Whitman: "Nein, ich glaube, die Zeit ist noch nicht reif dafür. Irgendwann werden wir genügend Cash haben, um es an die Aktionäre auszuschütten, aber ich weiß nicht, wann das sein wird."