Ehescheidung: Bahn will Mitropa verkaufen - nach England - DER SPIEGEL
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Ehescheidung Bahn will Mitropa verkaufen - nach England

Nach Jahren der Spannungen und Krisen will die Deutsche Bahn AG ihren Gastro-Ableger Mitropa verstoßen. Ein Käufer, der fast 40 Millionen Euro bietet, ist bereits gefunden.
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Berlin - Der wahrscheinliche Käufer stammt aus Großbritannien und beschreibt sich selbst als weltweiter Marktführer in der Bahnhofsgastrononomie: die Compass Gruppe. Der Bahn will Compass rund 38 Millionen Euro für den Kauf zahlen. Offiziell wollte sich die Bahn noch nicht zu dem Geschäft äußern.

Die Mitropa AG gehört schon seit längerem nicht mehr zum Kerngeschäft der Bahn. Sie war 1916 als Betreiber von Schlaf- und Speisewagen gegründet worden, zeitweise gehörte sie in dieser Branche zur Weltspitze. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Name Mitropa in der DDR weitergeführt, im Westen entstand die Deutsche Schlaf- und Speisewagengesellschaft (DSG). Nach der Wiedervereinigung wurden beide unter dem Namen Mitropa fusioniert.

Seit Mitte 2002 betreibt die Bahn die die Schlaf- und Speisewagen in ihren Fernzügen selbst. Ein Grund für diese Entscheidung waren die hohen Kosten der Gastrotochter. Mitropa konzentriert sich seither auf die Gastronomie in Autobahn-Raststätten, Einkaufszentren und Bahnhöfen.