Eichel gegen kleine Scheine - DER SPIEGEL
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EURO Eichel gegen kleine Scheine

• aus DER SPIEGEL 52/2002
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Die Bundesregierung lehnt es ab, nur ein Jahr nach Einführung der gemeinsamen europäischen Währung über einen zusätzlichen Geldschein, eine Ein-Euro-Note, nachzudenken. Mehrere EU-Staaten, darunter Griechenland und Italien, drängen darauf, entsprechende Banknoten in Umlauf zu bringen - als Ergänzung zu den Münzen. In vielen Ländern gibt es nämlich Beschwerden von Konsumenten, die die Geldscheine im Wert von einem oder zwei Euro vermissen. Auch Top-Banker der Europäischen Zentralbank und der Bundesbank überlegen deshalb, das Euro-Angebot - dem Vorbild der USA folgend - zu ergänzen. »Der Ein-Dollar-Schein ist einer der Gründe dafür, dass der US-Dollar so populär ist. Jeder kennt und benutzt diesen Schein«, sagt Guy Quaden, der Gouverneur der belgischen Notenbank. Finanzminister Hans Eichel jedoch hält »überhaupt nichts« von den kleinen Scheinen. Ähnlich sehen das Eichels Währungsexperten: Dass die Italiener ihren morgendlichen Cappuccino lieber mit Scheinen bezahlen wollen, so wie früher, könne kein Grund dafür sein, nach nur einem Jahr das Münz- und Notensystem der Währungsunion schon wieder zu verändern.

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