Eichels Konjunkturprogramm: Kauft! Kauft! Kauft! - DER SPIEGEL
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Eichels Konjunkturprogramm Kauft! Kauft! Kauft!

Die Bundesregierung hat die neueste Variante ihrer Politik der ruhigen Hand präsentiert. Bundesfinanzminister Hans Eichel forderte die Bevölkerung auf, mehr Geld auszugeben.
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Gernsheim - Wer den Aufschwung wolle, müsse auch etwas ausgeben, sagte Eichel bei einem Besuch des Pharma-Unternehmens Merck in Gernsheim (Kreis Groß-Gerau). Die Reaktion auf den Terroranschlag vom 11. September dürfe nicht das ängstliche Aufschieben geplanter Investitionen sein. "Wir dürfen uns nicht verunsichern lassen, sondern sollten unsere Pläne umsetzen, egal was die Terroristen tun."

Die Belebung der Konjunktur mit staatlichen Programmen lehnte Eichel aber erneut ab. Die nationalen Regierungen hätten wenig Möglichkeiten, die Wirtschaft zu lenken. "Wir können nur verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, die den Standort sichern", sagte Eichel.

Er kritisierte Unternehmen, die mit dem Blick auf den Aktienmarkt Personal entließen. "Sie können in einigen Monaten bereits wieder händeringend geschulte Kräfte suchen." Der Minister appellierte an die Firmen und Belegschaften, die wirtschaftliche Flaute mit neuen Arbeitszeitmodellen und Gehaltsverzicht zu überbrücken.