Eigenheimzulage Wohnungsbau bricht um 50 Prozent ein
Wiesbaden - Der Wegfall der Eigenheimzulage hat zu einem drastischen Rückgang beim Wohnungsbau geführt. Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland ist im ersten Quartal dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 50 Prozent geschrumpft, wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mitteilte. Zwischen Januar und März sei der Bau von 40.600 Wohnungen genehmigt worden - 38.600 weniger als im Vorjahreszeitraum.
Am stärksten ist die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser zurückgegangen - hier betrug das Minus 61 Prozent. Die Zahl der Genehmigungen für den Bau von Einfamilienhäusern sei um 59 Prozent gesunken. Bei den Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser sei der Rückgang mit einem Minus von 25 Prozent deutlich schwächer ausgefallen.
Die Ursache für den Einbruch dürfte insbesondere in der Abschaffung der Eigenheimzulage liegen, erklärten die Statistiker. Mit dem staatlichen Zuschuss wurde der Bau selbstgenutzten Wohnungseigentums gefördert. Seit dem 1. Januar 2006 wird die Zulage jedoch nicht mehr gewährt.
Bauherren, die ihre Anträge vorher gestellt hatten, haben noch acht Jahre lang Anspruch auf die Eigenheimzulage. Das hatte nach Angaben der Wiesbadener Statistiker zu deutlich spürbaren Vorzieheffekten geführt. Deshalb sind bis in das erste Quartal 2006 hinein besonders viele Bauanträge für Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt worden. Entsprechend groß fiel nun ein Jahr später das Minus aus.
wal/mm.de/ddp