Ein Problem weniger - DER SPIEGEL
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HOCHTIEF Ein Problem weniger

• aus DER SPIEGEL 7/2001
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Entsorgt hat Klaus-Peter Keitel, Chef des Essener Baukonzerns Hochtief, eine defizitäre Tochtergesellschaft. Unauffällig ging die Fertighausfirma Streif, mit rund 1000 Beschäftigten eine der größten in ihrer Branche, an Keitels Personalberater Claus Parduhn, der für die Übernahme die Parter GmbH (Stammkapital: 25 000 Euro) mit einem Kompagnon gründete. Anschließend kaufte Hochtief von Streif das profitable Prüm-Türenwerk zurück; für die Türenfabrik sucht Hochtief wieder einen Käufer. Mit der Veräußerung seiner verlustreichen Fertighaussparte ist Keitel auch einen lästigen Kritiker losgeworden, den seine Manager vergeblich mit einem fünfjährigen Beratervertrag - insgesamt 650 000 Mark - plus Dienstwagen ruhig stellen wollten. Seit Jahren attackiert der Hamburger Streif-Kunde Michael Kohler, ein früh pensionierter Sportlehrer, die Firma in der Öffentlichkeit, wo er etwa in Talkshows ("Mein Haus ist mein Ruin") über Streif-Qualität klagt. Zwar hat die Fertighausfirma vor gut einem Jahr für einen sechsstelligen Betrag Mängel an Kohlers Haus beseitigt, doch um den Vorsitzenden der »Schutzgemeinschaft streitbarer Fertighausbauherren« ("Streif") zum Schweigen zu bringen, bot nun Streif an, das vermietete Haus zusammen mit einem ebenfalls Kohler gehörenden Nachbargrundstück zu kaufen - und für den »Rechtsfrieden« (Streif-Anwalt Jürgen Masling) 3,25 Millionen Mark zu zahlen; Hamburger Makler schätzen den Wert der Immobilie auf weniger als 2 Millionen. Das sei, interpretierte Masling Ende vergangener Woche die Offerte, nur »ein reines Scheinangebot«.

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