Eineinhalb Jahre Euro 86 Prozent kalkulieren lieber in D-Mark
Seit rund eineinhalb Jahren gibt es nun den Euro, doch die meisten Deutschen haben sich noch nicht recht an die neue Währung gewöhnt. 86 Prozent kalkulieren immer noch in D-Mark, um sich ein Gefühl dafür zu verschaffen, wie teuer ein Produkt wirklich ist.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Frankfurt am Main - Noch häufiger ziehen nur die Franzosen (93 Prozent) und die Belgier (91 Prozent) ihre alte Währung in Gedanken zum Vergleich heran. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 3500 Europäern in sieben Ländern, die das europäische Forschungsinstitut Thalys Explorer in Auftrag gegeben hat.
Die südeuropäischen Länder hätten sich an die gemeinschaftliche Währung besser gewöhnt, teilte das Institut weiter mit. Von den Italienern und Spaniern kalkulierten eigenen Angaben zufolge nur drei Viertel (75 Prozent) in ihrer alten Landeswährung, wenn sie einen Euro-Preis bewerten wollen. Wie die Umfrage ebenfalls ergab, lehnt die Mehrheit der Engländer (64 Prozent) den Abschied vom Pfund Sterling weiterhin ab.