Einflussnahme Metro will mit Payback punkten
Düsseldorf - Die Metro wird sich mit 25,1 Prozent an der Payback-Betreiberfirma Loyalty Partner beteiligen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Mehrheitseigner des Unternehmens bleibt mit 50,6 Prozent weiterhin die Lufthansa Commercial Holding. Zum Preis machte das Unternehmen keine Angaben. Bundeskartellamt und Metro-Aufsichtsrat müssen der Beteiligung an dem Münchner Unternehmen noch zustimmen. Payback ist nach Angaben der Metro das größte branchen- und medienübergreifende Bonusprogramm Deutschlands mit mehr als 3,5 Millionen Kunden.
Metro-Vorstandsprecher Hans Joachim Körber betonte, Ziel des Konzerns sei es, mit Hilfe von Payback eine noch größere Kundenbindung zu erreichen. Vor allem nach dem zu erwartenden Wegfall des Rabattgesetzes ergäben sich entscheidende Marktvorteile.
Loyalty Partner Geschäftsführer Alexander Rittweger betonte: "Die Metro ist als größter Handelspartner im Payback-Verbund wichtig für einen zügigen weiteren Ausbau unserer Führungsposition im Markt für Kundenbindungssysteme."
Die Metro-Tochterunternehmen Kaufhof und real gehören zu den Startpartnern des Payback-Programms im März dieses Jahres. Allein diese beiden Einzelhandelsketten haben bisher rund zwei Millionen Kunden für das Bonusprogramm gewonnen, erläuterte ein Sprecher von Loyalty. Sie erhalten eine Registrierkarte, mit der sie Bonuspunkte bei derzeit insgesamt 22 Unternehmen von der Tankstelle (DEA) über Drogerie (dm) bis zum Internet-Dienst (AOL) Punkte sammeln könnten.
Als Vorbild des Payback-Programmes gelten das Miles&More-Programm der Lufthansa sowie Kundenbindungssysteme in den Niederlanden und in England. Nach Angaben von Loyalty haben die Payback-Teilnehmer seit März bereits einen Rabattbetrag von zusammengerechnet rund 30 Millionen Mark gesammelt. Ein Payback-Bonuspunkt entspreche einem Euro-Cent. Ab der Summe von 1500 Punkten (15 Euro) könne sich der Kunde das Geld auf sein Bankkonto überweisen lassen. Ab Herbst sollen außerdem Prämien zur Auswahl stehen. Die Rabatthöhe betrage entsprechend der Gesetzeslage in Deutschland maximal drei Prozent des Kaufpreises.