Einzelhandel: Geldtransporte auf eigene Faust? - DER SPIEGEL
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Einzelhandel Geldtransporte auf eigene Faust?

Nach der spektakulären Affäre um die Geldtransportfirma Heros und andere Unternehmen denkt der deutsche Einzelhandel darüber nach, eine eigene Transportfirma zu gründen.
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Düsseldorf - Die Skandale reißen nicht ab. Vor sechs Monaten schockierte die Affäre um das Transportunternehmen Heros den deutschen Einzelhandel. Rund 400 Millionen Euro sollen veruntreut worden sein. Auch gegen kleinere Unternehmen wie GWS und Arnolds laufen Ermittlungen.

Laut einem Bericht der "Rheinischen Post" denkt der Einzelhandel jetzt über eine eigene Transportfirma nach. "Der Handel ist sehr unzufrieden mit der Werttransportbranche, wir sind aber auf diese Dienstleistung angewiesen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes in Nordrhein-Westfalen, Peter Achten. Es gebe derzeit bundesweit die Überlegung, "sich von Seiten des Handels stärker selber damit zu befassen", sagte Achten der Zeitung.

Gegen den früheren Chef des Geldtransporteurs Heros und drei weitere führende Mitarbeiter wurde inzwischen Anklage erhoben. Vorgeworfen wird den Transportmanagern Staatsanwaltschaft Hannover gemeinschaftliche gewerbsmäßige Untreue, Bankrott und Insolvenzverschleppung.

bor/ddp