Einzelhandel Netz der Discounter wird immer dichter
Hamburg - Immer mehr Discounter versuchen mit Billigpreisen, Verbraucher zu locken. Im Februar 2008 gab es den Daten des Umfrageinstituts Acxiom zufolge 15.255 Discountmärkte - fünf Jahre zuvor waren es noch 1547 weniger. Als Discounter gelten in der Erhebung Geschäfte des Lebensmitteleinzelhandels, die ein begrenztes Sortiment, eine einfache Ladenausstattung und eine Ausrichtung auf aggressive Preise haben.
Der Studie zufolge gibt es im Bundesdurchschnitt pro 100.000 Einwohner 19 Discountmärkte. Viele Landkreise und kreisfreie Städte weichen aber erheblich von dieser Quote ab: In Weiden in der Oberpfalz verkaufen 42 Discounter je 100.000 Einwohnern ihre Produkte. Die kreisfreie Stadt in Bayern liegt im Vergleich an der ersten Stelle. Es folgen der Landkreis Annaberg in Sachsen mit einer Quote von 38 und der Landkreis Uecker-Randow in Mecklenburg-Vorpommern mit 37. Mit acht Discountern je 100.000 Einwohner hat die kreisfreie Stadt Ulm in Baden-Württemberg die wenigsten Billigläden.
Auffällig ist der Unterschied zwischen den ostdeutschen Flächenländern mit 26 Discountern je 100.000 Einwohner und den westdeutschen Bundesländern einschließlich Berlin mit einer Quote von 17.
Der Anteil der Discounter am Gesamtumsatz im Lebensmitteleinzelhandel liegt bei mehr als 40 Prozent. In der Statistik des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels folgen klassische Supermärkte und großflächige Märkte mit 26 beziehungsweise 23 Prozent.
sil/dpa