Einzelhandel: Spar leidet unter Preiskrieg - DER SPIEGEL
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Einzelhandel Spar leidet unter Preiskrieg

Erstmals in ihrer Geschichte musste die Spar AG Verluste hinnehmen. Wichtigster Grund dafür ist laut Spar-Chef Arwed Fischer der ruinöse Preiskampf im Einzelhandel.
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Hamburg - Im vergangenen Jahr wies der Konzern einen Jahresfehlbetrag von 203,6 Millionen Mark aus. Für 2001 werde ein ausgeglichenes Ergebnis angestrebt, um 2002 wieder zu einem positiven Ergebnis zurückzukehren, sagte Fischer.

Der Spar-Chef wies Medienberichte aus den vergangenen Wochen zurück, nach denen sich Spar in einer tief greifenden Krise befinden soll.

Zur Umwandlung der Eurospar-Filialen in Intermarché-Märkte sagte Fischer, die ersten vier in Hamburg eröffneten Prototypen seien erfolgreich gestartet. Bis Ende 2000 sollten bundesweit 30 weitere Märkte folgen, bevor 2001 die Umstellung von 150 bis 250 Märkten geplant sei. Vor kurzem hatte es noch geheißen, alle 420 Eurospar-Filialen sollten zu Intermarché-Märkten umgewandelt werden.

Eurospar-Märkte sind große Supermärkte mit einer Verkaufsfläche von durchschnittlich rund 1300 Quadratmetern. Die Märkte machten 1999 einen Umsatz von gut drei Milliarden Mark. Insgesamt sank der Umsatz der Spar Handels-AG um 18 Prozent auf 13,1 Milliarden Mark.

Wegen des ruinösen Preiskampfs im Einzelhandel sowie damit zusammenhängenden Einbußen beim Rohertrag und Problemen bei den Verbrauchermärkten wies Spar 1999 erstmals in seiner Unternehmensgeschichte einen Verlust aus. Im Vorjahr war ein Jahresüberschuss von 48,3 Millionen Mark nur durch den Verkauf von Märkten an den US-Konzern Wal-Mart erreicht worden.