Einzelhandel: Umsatzrückgang schlimmer als befürchtet - DER SPIEGEL
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Einzelhandel Umsatzrückgang schlimmer als befürchtet

Im November vergangenen Jahres klagten die Einzelhändler bereits über das schlechte Geschäft. Jetzt liefert das Statistische Bundesamt die Zahlen nach. Sie fallen noch schlechter aus als befürchtet.
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Wiesbaden - Anhand vorläufiger Ergebnisse registrierten die Statistiker einen Umsatzrückgang in Höhe von 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Oktober und September hatten die Einbußen 0,5 und 1,1 Prozent betragen. Mit der Verschärfung der Flaute hatten die Händler zwar wegen der Steuer- und Abgabenpläne der Regierung gerechnet. "Doch der Rückgang ist größer als erwartet“, sagte ein Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) am Dienstag.



Allerdings sei der November 2001 ein sehr starker Monat gewesen. Wegen dieses statistischen Basiseffekts werde der Rückgang im Dezember wieder geringer ausfallen, da dieser Monat 2001 eher schwach gewesen war. Insgesamt summiert sich der Umsatzrückgang für den Zeitraum Januar bis November preisbereinigt auf 2,5 Prozent. Dies wird nach Erwartungen des HDE auch das Gesamtergebnis 2002 sein, denn auch das Weihnachtsgeschäft sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben. 2003 soll der Rückgang 1,5 Prozent betragen.



Einzig der Facheinzelhandel mit Kosmetik, pharmazeutischen und medizinischen Produkten sowie die Apotheken konnten im vergangenen November zulegen. Der Umsatz lag 1,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Rest des Einzelhandels büßte ein. Am schlimmsten traf es die Bekleidungs- und Schuhgeschäfte (minus 9,0 Prozent). Selbst der in den Vormonaten florierende Versandhandel verzeichnete einen Einbruch von 6,9 Prozent.