Einzelhandel: Wal-Mart profitiert von der Krise - DER SPIEGEL
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Einzelhandel Wal-Mart profitiert von der Krise

Auch in schlechten Zeiten gibt es Gewinner: Der Discount-Riese Wal-Mart lockt zahlreiche Kunden mit Niedrigpreisen und steigerte seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal deutlich. Insgesamt steht der US-Einzelhandel aber schlecht da.
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New York - Der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart hat im abgelaufenen Quartal von der Konjunkturflaute profitiert. Der Überschuss kletterte in dem Ende Oktober beendeten dritten Geschäftsquartal um fast zehn Prozent auf 3,14 Milliarden Dollar, etwa 280 Millionen Dollar mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei half allerdings auch ein Einmalgewinn durch den Verkauf eines Konzernteils. Der Gesamtumsatz stieg um gut sieben Prozent auf 98,64 Milliarden Dollar, wie Wal-Mart am Sitz in Bentonville (Arkansas) mitteilte.

Mit Blick auf die bevorstehenden Feiertage rechnet Wal-Mart im laufenden Quartal mit einem positiven Geschäftsverlauf. Für das Gesamtjahr senkte der Einzelhändler jedoch seine Gewinnprognose. Hintergrund seien extreme Wechselkursschwankungen, vor allem der wiedererstarkte Dollar.

Experten werteten die schwächere Gewinnprognose als weiteren Beleg für den erwarteten Einbruch im US-Einzelhandel. In der Krise werde Wal-Mart aber als Discounter auch künftig besser abschneiden als die meisten Wettbewerber.

Der US-Einzelhandel befürchtet das schlechteste Weihnachtsgeschäft seit Jahrzehnten. Erst am Vortag hatte die größte Elektronikkette Best Buy davor gewarnt. Die Nummer zwei, Circuit City, ist insolvent und will sich gerade unter Gläubigerschutz sanieren.

kfi/Reuters/dpa

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