Eisbrecher Plan
Mit westdeutschen Eisbrechern soll künftig kanadisches Erz nach Westeuropa verschifft werden. Die Regierungen in Ottawa und Bonn haben in einem Technologie-Abkommen beschlossen, einen von der Bremer Krupp Werft, AG Weser, entwickelten Schiffstyp zu unterstützen, mit dem der Abtransport der arktischen Bodenschätze das ganze Jahr hindurch ermöglicht werden soll. Bonn hat bereits drei Millionen Mark Entwicklungsgelder an die Kruppianer gezahlt. Die eisbrechenden 65 000-Tonnen-Frachter sollen einmal -- so Klaus Ahlers, Verkaufschef der AG Weser -- etwa 150 Millionen Mark pro Stück kosten. Von dem Eisbrecher-Pakt könnten unter anderem auch die westdeutsche Ölgesellschaft Deminex und Frankreichs Rothschild-Gruppe profitieren, die auf den erzreichen Polarinseln Schürfrechte besitzen.