Elefantenhochzeit: General Motors übernimmt Daewoo Motor - DER SPIEGEL
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Elefantenhochzeit General Motors übernimmt Daewoo Motor

Der weltgrößte Autokonzern General Motors übernimmt den bankrotten südkoreanischen Autobauer Daewoo Motor für umgerechnet 845 Millionen Mark. Der Autobauer verschafft sich damit den Zugang zu einem der wichtigsten asiatischen Märkte.
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Seoul - Ein am Freitag in Seoul unterzeichneter Vertrag beendet den seit Monaten andauernden Übernahmekrimi. Demnach erhält der US-Auto-Gigant zwei Drittel der Anteile an einer künftigen Betreiberfirma für Daewoo Motor  , wie General Motors   am Freitag in der südkoreanischen Hauptstadt mitteilte. Die Gläubigerbanken teilen sich das verbleibende Drittel.

Die neue Gesellschaft werde auch 22 Verkaufs-Niederlassungen Daewoos im Ausland zusammen mit den Produktionsanlagen in Ägypten und Vietnam einbeziehen, hieß es. Die Unterzeichnung eines definitiven Kaufvertrags erwarteten beide Seiten bis zum Jahresende.

Der südkoreanische Autobauer war in die Krise geschlittert, nachdem der Mutterkonzern Daewoo im August 1999 unter einer Schuldenlast von 80 Milliarden Dollar zusammengebrochen war. Zunächst hatte der US-Autohersteller Ford ein Kaufangebot für Daewoo Motor abgegeben, dieses aber im Herbst vergangenen Jahres zurückgezogen. Daraufhin bekundete General Motors - zu dem auch der deutsche Autobauer Opel gehört - Interesse und begann mit einer Finanzprüfung.

Mit dem Kauf des koreanischen Autobauers will sich GM einen größeren Anteil in Asien und dem als schwierig geltenden südkoreanischen Markt verschaffen.