Elefantenhochzeit: Shell und Dea machen ernst - DER SPIEGEL
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Elefantenhochzeit Shell und Dea machen ernst

Die Mineralölkonzerne Shell und Dea legen ihr Geschäft zusammen. Es entsteht der größte Tankstellenbetreiber Deutschlands.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Essen - Die RWE Dea, eine Tochter des RWE-Konzerns, und Shell Deutschland haben ein Joint Venture im Tankstellen- und Raffineriegeschäft bestätigt. "Handelsblatt" und "Die Welt" hatten am Dienstagabend in einer Vorabmeldung von der bevorstehenden Entscheidung berichtet.

Durch den Zusammenschluss entsteht die mit rund 3200 Stationen größte Tankstellen-Kette in Deutschland. Wie beide Gesellschaften am Mittwoch ad hoc mitteilten, sollen ihre Aktivitäten im deutschen Tankstellen- und Raffineriegeschäft mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juli 2001 in ein Joint-Venture-Unternehmen eingebracht werden.

Die beiden Partner sollen jeweils zu 50 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen beteiligt sein, das den Geschäftsbetrieb zum 1. Oktober 2001 unter dem Namen Shell & Dea Oil GmbH mit Sitz in Hamburg aufnehmen soll. Der Zusammenschluss stehe unter Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden, hieß es.

Gerüchte um eine Abtrennung der RWE Dea vom RWE-Konzern kursieren bereits seit längerem. Im vergangenen Herbst war wochenlang spekuliert worden, die Tankstellen gingen eine Kooperation mit BP ein. RWE Dea gehört bei RWE erklärtermaßen nicht mehr zum Kerngeschäft des Konzerns. Shell und Dea hatten bereits im vergangenen November Gespräche bestätigt.