Elektronik iPhone und Notebooks bescheren Apple Rekordumsatz
Cupertino - Produkte mit dem angebissenen Äpfelchen sind in: Der Computer- und Unterhaltungselektronik-Hersteller Apple hat das vergangene Jahr mit einem Rekordquartal abgeschlossen. Der Umsatz stieg in dem Ende Dezember abgelaufenen ersten Geschäftsquartal um 5,9 Prozent auf 10,17 Milliarden Dollar. Beim Gewinn legte Apple um 1,8 Prozent auf 1,61 Milliarden Dollar zu.
Es war das erste Mal, dass das Unternehmen mehr als zehn Milliarden Dollar Umsatz in einem Quartal verbuchte, teilte Apple nach US- Börsenschluss am Mittwoch mit. Der Verlauf des ersten Jahresviertel übertraf die Erwartungen der Analysten. Auch mit einem überraschend optimistischen Geschäftsausblick flößte der Unterhaltungskonzern den Anlegern Zuversicht ein, die sich zuletzt große Sorgen über die Gesundheitsprobleme von Konzernchef Steve Jobs gemacht hatten. Deshalb sprang die Aktie nachbörslich knapp zehn Prozent in die Höhe und stieg auf 89,90 Dollar.
Vom Handy iPhone verkaufte der Konzern gut 4,36 Millionen Geräte - ein Plus von 88 Prozent im Jahresvergleich. Allerdings konnte Apple nicht an die knapp 6,9 Millionen iPhones aus dem Quartal davor anschließen. Damals war der Absatz des Smartphones durch den Start des neuen, UMTS-tauglichen iPhone 3G beflügelt worden.
Der Absatz der Macintosh"-Computer erhöhte sich im Jahresvergleich um neun Prozent auf 2,52 Millionen. Den Ausschlag gab die Markteinführung einer neuen Generation der MacBook-Notebooks. Der Absatz der mobilen Computer schoss um gut ein Drittel auf knapp 1,8 Millionen hoch. Hingegen fielen die Verkäufe der Desktop-Computer um ein Viertel auf 728.000 Geräte.
SEC untersucht Apple
In einer Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen hieß es erneut, der erkrankte Konzernchef Steve Jobs werde auch während seiner Auszeit die strategischen Entscheidungen treffen. Jobs hatte vergangene Woche angekündigt, er werde bis Ende Juni pausieren, um sich wegen einer Hormonstörung behandeln zu lassen.
Die geschäftlichen Erfolge von Apple werden von den Diskussionen über Jobs' Gesundheit überschattet. Angeblich prüft inzwischen die US-Börsenaufsicht SEC, ob Apple angemessen über die Gesundheitsprobleme des Konzernchefs informiert hat. Das "Wall Street Journal" berichtete am Mittwoch von der Untersuchung unter Berufung auf informierte Personen.
Angesichts der monatelangen Spekulationen um Jobs' Gesundheit hatten Anleger und Branchenbeobachter wiederholt nach ausführlicheren Informationen verlangt. Sie verweisen darauf, dass Jobs als treibende Kraft hinter den Erfolgen von Apple gilt. Die Aktie ist angesichts der Gesundheitsprobleme des 53-jährigen Apple-Mitbegründers seit Monaten auf Achterbahnfahrt.
Jobs lehnte vergangene Woche nähere Angaben zu seinem Gesundheitszustand ab. "Warum lasst ihr Jungs mich nicht in Ruhe - warum ist das so wichtig?", sagte er in einem Telefoninterview. Jobs hatte kurz zuvor eingeräumt, die Behandlung sei komplexer als zunächst angenommen und er müsse deshalb doch eine Auszeit nehmen.
Erst Anfang des Monats hatte Jobs von der Hormonstörung berichtet und noch angekündigt, während der Therapie im Amt bleiben zu wollen.