Elektronikbranche: TDK aus Japan will Epcos kaufen - DER SPIEGEL
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Elektronikbranche TDK aus Japan will Epcos kaufen

Die Partnersuche hat ein Ende: Der deutsche Elektronikzulieferer Epcos hat endlich einen Käufer gefunden. 1,2 Milliarden Euro will der japanische Konzern TDK für das Münchner Unternehmen bezahlen.
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München - Der Epcos-Vorstand war seit Jahren auf der Suche nach einem Käufer - jetzt ist er endlich fündig geworden: "Durch den Zusammenschluss wird eines der weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet der elektronischen Bauelemente entstehen", sagte Gerhard Pegam, Chef des Münchner Konzerns.

TDK   bietet den Epcos  -Aktionären 17,85 Euro je Anteilsschein, wie beide Unternehmen mitteilten. Am Mittwoch hatte die Aktie nur 13,88 Euro gekostet. Vorbörslich schoss sie um 26 Prozent nach oben.

Die Japaner streben zumindest eine Mehrheit von 50 Prozent plus einer Aktie an der einstigen Siemens-Tochter an. Das eigene Geschäft mit Elektronikbauteilen werde ausgegliedert und mit dem von Epcos zusammengeführt, hieß es.

Der Vorstand des neuen Unternehmens, das unter dem Namen "TDK EP Components" firmieren soll, werde mit drei TDK- und zwei Epcos-Managern besetzt. TDK geht davon aus, dass die Transaktion bis Ende Oktober beendet ist. Epcos-Vorstand und -Aufsichtsrat unterstützten den Vorstoß. TDK hält bereits 2,5 Prozent an Epcos und habe sich den Zugriff auf weitere sieben Prozent gesichert.

Epcos ist spezialisiert auf eine Vielzahl von vorwiegend passiven Bauelementen, vor allem für die Auto-, Telekom- und Unterhaltungselektronikbranche. Das Unternehmen beschäftigte zuletzt etwa 18.300 Mitarbeiter, davon 1900 in Deutschland. Zu den Kunden zählen Konzerne wie Bosch, Nokia  , Siemens   und Sony Ericsson  .

cvk/Reuters/ddp/AP