EM.TV Abrechnung in Münchnen
München - Die leidgeprüften Aktionäre des Medienkonzerns EM.TV machten auf der Hauptversammlung aus ihrem Ärger keinen Hehl. Auch das neue Sanierungskonzuept stößt nicht auf uneingeschränkte Zustimmung. "Das Überleben EM.TVs ist damit noch keineswegs gesichert", sagte Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) vor 3000 Aktionären in München.
Den Rücktritt Haffas wenige Tage vor der Veranstaltung nannte sie "mehr als schäbig" und eine "Flucht aus der Verantwortung." Nach dem Rekordverlust von 2,7 Milliarden Mark im vergangenen Jahr forderte die DSW nun eine Sonderprüfung.
Der designierte Vorstandschef Werner Klatten kündigte im Zuge der Sanierung des krisengeschüttelten Konzerns den Verkauf fast aller Beteiligungen an, die erst im vergangenen Jahr für Milliardensummen erworben worden waren.