EM.TV Geld und Anteile für Haffa
Frankfurt am Main - Im Falle einer Übernahme von EM.TV durch die Kirch-Gruppe soll der Vorstandsvorsitzende von EM.TV, Thomas Haffa, nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" einen Anteil von zwei bis drei Prozent an Kirch Media erhalten. Den größten Teil des Aktienkaufs würde Kirch in bar begleichen, berichtet die "FAZ" in ihrer Freitagsausgabe unter Berufung auf Branchenkreise.
Die Bekanntgabe einer Einigung werde nach der Aufsichtsratssitzung am heutigen Freitag oder nach der für den kommenden Montag anberaumten Pressekonferenz erwartet. Um die Kontrollmehrheit an EM.TV zu erwerben, müsste Kirch Media auch an der Börse Aktien kaufen. Hohe Umsätze des Wertes wie am Donnerstag wiesen laut darauf hin, dass dies möglicherweise bereits geschehe.
Auch der Formel-1-Manager Bernie Ecclestone sei in die Verhandlungen miteinbezogen. Kirch wolle offenbar den 50-Prozent-Anteil von EM.TV an der Formel-1-Holding SLEC vollständig in seine Gruppe eingliedern, schreibt die "FAZ". Es gilt der Zeitung zufolge als wahrscheinlich, dass der Firmengründer und Vorstandsvorsitzende von EM.TV, Thomas Haffa, seine Anteile an der Firma an die Kirch-Gruppe überträgt. Im Gegenzug dürfte Haffa an Kirch Media beteiligt werden. Kirch Media ist die wichtigste Gesellschaft von Leo Kirch. Die Familie Haffa halte derzeit rund 50 Prozent der EM.TV-Aktien.
Es sei noch nicht ganz klar, warum sich Haffa zu einem solchen Schritt entschlossen habe. Gerüchte, dass EM.TV in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten sei, träfen laut Analysten jedenfalls nicht zu. Auch die Hausbanken von EM.TV üben nach Informationen der Zeitung keinen Druck auf das Unternehmen aus.