EM.TV: Haffa im Fadenkreuz - DER SPIEGEL
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EM.TV Haffa im Fadenkreuz

Der Verdacht auf Insidergeschäfte bei Thomas Haffas EM.TV erhärtet sich. Das Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel hat eine Untersuchung eingeleitet. Vorstand Göbel soll vor dem Rücktritt stehen.
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Frankfurt am Main - Wie ein Sprecher der Aufsichtsbehörde am Freitag mitteilte, liegt inzwischen die erste Stufe der Untersuchung vor, die so genannte Analyse. Aus ihr gehe hervor, dass möglicherweise Insidergeschäfte getätigt wurden.

Deshalb werde nach Weihnachten mit der so genannten formellen Untersuchung begonnen. Dazu würden sämtliche Banken, über die EM.TV-Aktien gehandelt wurden, angeschrieben. Außerdem müsse EM.TV offen legen, wer von den Insidern über welche Informationen ab wann verfügt habe.

Dabei arbeite das Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel eng mit der Staatsanwaltschaft München zusammen. Dort wurde Mitte Dezember ein Ermittlungsverfahren gegen EM.TV-Vorstandsvorsitzenden Thomas Haffa und weitere Verantwortliche eingeleitet.

Bis wann die Untersuchungen des Bundesaufsichtsamtes für Wertpapierhandel vorliegen werden, darüber konnte der Sprecher keine Angaben machen. Wegen des umfangreichen Handels mit EM.TV-Aktien werde dies eher Monate als Wochen dauern, sagte der Sprecher.

Kreise: Göbel geht

Aus Kreisen des Unternehmens verlautete, am Abend solle der Rücktritt des Vorstandsmitglieds Ulrich Göbel bekannt gegeben werden. Göbel werde EM.TV zum 31. Dezember verlassen. Zur Begründung hieß es, er habe eine andere Auffassung über die Firmenstrategie als Haffa. Göbel sei schon länger nicht mehr im Büro erschienen.