EM.TV: Ist Kirch aus dem Rennen? - DER SPIEGEL
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EM.TV Ist Kirch aus dem Rennen?

Der Widerstand gegen den Einstiegskandidaten Leo Kirch formiert sich. Thomas Haffa kann nur noch die Rolle des Zaungasts spielen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

München - Die US-Investmentbank Hellman & Friedman will 40 Prozent an dem börsennotierten Münchner Medienkonzern für 650 Millionen Dollar übernehmen und Formel-1-Chef Bernie Ecclestone dazu bringen, auf seine Verkaufsoption gegenüber EM.TV zu verzichten. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf informierte Kreise.

EM.TV-Chef Thomas Haffa hatte im März des Vorjahres für 1,7 Milliarden Dollar die Hälfte der Formel-1-Veranstalterholding gekauft. Damals hatte sich Ecclestone vorbehalten, ab Mai für eine Milliarde Dollar weitere 25 Prozent an EM.TV zu verkaufen. Löst Ecclestone diese Option ein, würde das die finanziellen Probleme von EM.TV drastisch verschlimmern.

Hinter dem Angebot der amerikanischen Bank dürften EM.TV-Aufsichtsrat Nickolaus Becker und der Filmhändler Herbert Kloiber stehen. Beide gelten als Gegner eines Kirch-Einstiegs.