EM.TV: Keiner will Miss Piggy - DER SPIEGEL
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EM.TV Keiner will Miss Piggy

Bis Ende des Jahres wollte der angeschlagene Medienkonzern die Muppets-Rechte verkaufen. Doch es gibt nur wenige Interessenten für das Plüschfigurenkabinett.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - "So wie es derzeit aussieht, ist ein Abschluss in diesem Jahr unwahrscheinlich", zitiert die "Financial Times Deutschland" eine Quelle, die mit dem Muppets-Deal vertraut sei. Seit einiger Zeit versucht EM.TV  , das Puppentheater loszuwerden. Die Münchner hatten im Februar 2000 für 680 Millionen Dollar die Jim-Henson-Gruppe erworben und sind seit einiger Zeit dabei, das Investment wieder abzustoßen. Die Sesamstraße sowie eine Beteiligung am US-Sender Crown Media hat EM.TV bereits verkaufen können. Die Teilverkäufe brachten den Münchnern etwa 200 Millionen Dollar ein.

Das Henson-Investment dürfte als Verlust-Story enden

Nun scheint es aber, als würde EM.TV auf dem Rest der Henson-Gruppe sitzen bleiben. Noch Ende Juni hatte der damalige EM.TV-Chef Thomas Haffa versichert, er sei "davon überzeugt, dass der Verkauf der Jim-Henson-Gruppe bis zum Jahresende abgewickelt wird".

Branchenkreise berichten jedoch, das Interesse sei eher verhalten. Angeblich sind lediglich Disney und Warner an der Puppenshow interessiert. Um ohne Verlust aus dem Henson-Engagement herauszukommen, müsste EM.TV für die Muppets 480 Millionen Dollar kassieren - eine illusorische Summe. Nach Angaben von Richard Tubeileh, Analyst bei Merrill Lynch, sind die Muppets gerade mal 100 bis 150 Millionen Dollar wert.

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