EM.TV Millionenklagen gegen Haffa
München - Schon in der folgenden Woche sollen die ersten Schadenersatzforderungen von rund 100 geschädigten Anlegern dem Unternehmen, Konzerngründer Thomas Haffa sowie seinem Bruder und ehemaligen Finanzvorstand Florian Haffa für außergerichtliche Vergleichsverhandlungen vorgelegt werden, sagte der Münchner Anwalt Klaus Rotter.
"Es geht insgesamt um eine Schadenshöhe von schätzungsweise bis zu fünf Millionen Mark", erklärte der Anwalt der "Financial Times Deutschland". Er sieht mehr Chancen für eine außergerichtliche Einigung als bei einer tatsächlichen Einreichung der Klage. Auch der Aktienrechts-Spezialist Christoph Schücking hält wenig vor einem Gerichtsprozess. Klagen auf Prospekthaftung gingen in den meisten Fällen verloren, so der Anwalt. Im Fall von EM.TV würde darauf geklagt, dass in Geschäftsberichten unrealistische Angaben gemacht wurden und Anleger somit in die Irre geführt wurden.
Dem Unternehmen drohen dem Bericht zufolge parallel dazu weitere Schadenersatzforderungen in Höhe von bis zwei Millionen Mark von einer weiteren Anlegergruppe. Deren Ansprüche sollen dem Konzern dem Bericht zufolge bis Mitte Januar vorgelegt werden.