EM.TV: Verlust schrumpft um 61 Prozent - DER SPIEGEL
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EM.TV Verlust schrumpft um 61 Prozent

EM.TV-Chef Werner Klatten sieht sein Unternehmen allmählich auf die Gewinnerstraße zurückkehren. Trotz schwieriger Marktbedingungen habe man sich seine Stellung im Markt wieder erkämpft.
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München - Trotzdem übte sich Klatten zunächst im Tiefstapeln, als er die Zahlen für das erste Halbjahr 2002 verkündete: "In den vergangenen sechs Monaten sind die Rahmenbedingungen für EM.TV nicht eben leichter geworden", sagte er zur Einleitung. Der Zusammenbruch der KirchGruppe habe die Restrukturierung des Beteiligungsportfolios verzögert und erschwert.

Doch dann kam er auf die positiven Seiten zu sprechen. Mit dem Kauf der Vermarktungsrechte für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und der erfolgreichen Vermarktung des Boxkampfes Lennox Lewis gegen Mike Tyson habe EM.TV seine Stellung im Markt zurück erobert.

In Zahlen ausgedrückt heißt das: Der Verlust vor Zinsen und Steuern im ersten Halbjahr schrumpfte um 61 Prozent auf 34,4 Millionen Euro, der Umsatz sank allerdings um 15 Prozent auf 110,3 Millionen Euro. Der Halbjahresfehlbetrag verringerte sich von 122,3 Millionen Euro auf 70,2 Millionen Euro. Der Verlust je Aktie sank von 0,85 Euro auf 0,48 Euro.

Das sei nicht zuletzt auf den Sparkurs zurückzuführen, der erfolgreich verlaufe. So sei der Personalaufwand um 31,1 Prozent auf 18,1 Millionen Euro gesunken, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen seien sogar um 37 Prozent auf 35,7 Millionen Euro zurückgegangen.

Für das Gesamtjahr wollte das Klatten keine Prognosen abgeben. Mit einer Belebung des Werbemarkts könne man erst im kommenden Jahr rechnen, außerdem könnten sich die EM.TV-Beteiligungen kurzfristig verändern. Allerdings werde man im Jahr 2004 erstmals schwarze Zahlen schreiben.