EM.TV: Wertpapieraufseher vermuten schmutzige Tricks - DER SPIEGEL
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EM.TV Wertpapieraufseher vermuten schmutzige Tricks

Neue Arbeit für Haffas Anwälte: Das Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel hat jetzt ein offizielles Ermittlungsvergfahren gegen EM.TV eingeleitet.
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Frankfurt auf Main - Die Behörde prüft nach Angaben einer Sprecherin vom Donnerstag, ob es bei dem einstigen Star am Neuen Markt zu verbotenem Insiderhandel gekommen ist. Dabei werde der Zeitraum vor der Gewinnwarnung am 1. Dezember 2000 untersucht. Bei einer Routineüberprüfung seien auffällige Kursbewegungen festgestellt worden. Es gebe allerdings keinen konkreten Verdacht gegen bestimmte Personen.

Bei dem Ermittlungsverfahren geht es darum, die Investoren benennen zu können, die in der zweiten Novemberhälfte Aktien des Unternehmens in großen Stückzahlen gehandelt haben. Dafür recherchieren die Börsenwächter bei den Banken und bei EM.TV selbst. Der Filmrechte-Händler muss offen legen, wer von den Mitarbeitern über welche Informationen von wann an verfügte.

Das Bundesaufsichtsamt arbeitet bei seiner Überprüfung nach eigenen Angaben eng mit der Münchner Staatsanwaltschaft zusammen, die bereits im Dezember wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Aktiengesetz gegen die beiden Haffa-Brüder und andere Verantwortliche von EM.TV Ermittlungen eingeleitet hatte.

EM.TV hatte bis kurz vor seiner drastischen Gewinnwarnung noch an einer Ergebnisprognose von mehr als 500 Millionen Mark festgehalten. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz hatte daraufhin Strafanzeige gestellt. Der Münchner Medienvermarkter hatte unter anderem durch den Kauf der "Muppets-Show"-Rechte und einer Beteiligung an der Formel 1 für Aufsehen gesorgt. Die Münchner KirchGruppe hatte im Dezember angekündigt, sich bei dem Unternehmen zu beteiligen.