Emprise Kursexplosion beim Börsenneuling
Frankfurt am Main/München - Emprise stellte am Mittwoch in München einen 155 Megabit pro Sekunde schnellen Zugang ins Internet via Richtfunk vor. Damit werde die Übertragungsgeschwindigkeit von Glasfasernetzen erreicht, die bislang überwiegend großen Konzernen zugänglich sei, so das Unternehmen.
Die neue Technologie soll vor allem Computernutzer in Büros und Wohnungen kostengünstig und schnell an die Datenautobahnen anschließen. Die so genannte letzte Meile, die Verbindungsstrecke vom Gebäude zu den Kommunikations-Vermittlungsstellen, über Leitungen der Deutschen Telekom seien damit nicht mehr notwendig. Frank Brügmann, Geschäftsführer der Emprise-Entwicklungstochter mediascape, bezeichnet die Neuerung als weltweit höchstmögliche Übertragungsgeschwindigkeit im Internet-Bereich via Richtfunk.
Bereits am Dienstag sprang die Aktie kräftig an, nachdem eine Kooperation von mediascape mit Cisco Deutschland bekannt geworden war. Mit der aktuellen Notierung wurde innerhalb von zwei Tagen der Wert der Aktie mehr als verdoppelt.
Einige Händler auf dem Frankfurter Börsenparkett bezeichneten die Emprise-Aktie, die im Juli zu einem Kurs von 11,50 Euro an die Börse kam, als Zockerpapier. Schließlich biete mediascape den Zugang über Richtfunk seit längerem an. Er sei lediglich schneller geworden.