Ende der Zinserhöhung: US-Notenbank befeuert Börsen - DER SPIEGEL
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Ende der Zinserhöhung US-Notenbank befeuert Börsen

Die amerikanische Notenbank hat den US-Börsen gestern einen guten Tag beschert. Wie das Fed-Protokoll der Dezember-Sitzung zeigt, wollen die Währungsexperten den Finanzmärkten ein nahendes Ende des seit eineinhalb Jahren andauernden Zinserhöhungszyklus anzeigen.
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Washington/New York - Entsprechend interpretieren Beobachter das Protokoll der amerikanischen Notenbank zur Sitzung vom 13. Dezember, das Gesternabend veröffentlicht wurde. Die Fed hatte bei dem Treffen wie vielfach erwartet den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent auf den höchsten Stand seit April 2001 erhöht. Es war die 13. Zinsanhebung in Folge. Wie das Protokoll weiter zeigte, gingen die Geldpolitiker davon aus, dass die verwendete Sprache in der Erklärung die Erwartung erzeugen werde, dass es vermutlich nur noch wenige Zinserhöhungen geben werde.

Die Mitglieder des für die Geldpolitik verantwortlichen Offenmarktausschusses der Fed (FOMC) waren sich dem Protokoll zufolge allerdings uneins darüber, um wie viel die Zinsen noch angehoben werden sollten. Einige hätten sich dafür ausgesprochen, das Wort "maßvoll" im Zusammenhang mit dem Ausblick für die Zinsen zu streichen. Allerdings habe man sich dafür entschieden, das Wort beizubehalten, weil man befürchtet habe, dass ein Streichen möglicherweise missverstanden würde - in dem Sinne, dass die Fed größere Zinsschritte andeuten wolle.

Die US-Aktienmärkte drehten nach der Veröffentlichung des Protokolls ins Plus. "Im Kern bedeutet das: Die Fed bestätigt, dass sie am Ende des Zinserhöhungszyklus' ist", sagte Joe Quinlan, Marktstratege bei Banc of America Capital Management. "Das ist eine marktfreundliche Botschaft der Fed. Anleger konzentrieren sich nun auf das Ende der Zinserhöhungen."

Der Dow-Jones-Index schloss bei 10.847 Zählern - ein Plus von 1,21 Prozent. Im Handelsverlauf lag er zwischen 10.684 und 10.862 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index ging 1,64 Prozent höher aus dem Markt mit 1268 Zählern, der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,74 Prozent auf 2243 Punkte.

Der nächste Fed-Zinsentscheid steht am 31. Januar an. Es wird der letzte Arbeitstag von Fed-Chef Alan Greenspan bei der Notenbank nach 18-jähriger Amtszeit sein. Nachfolger wird Ben Bernanke, der zuletzt Chef-Wirtschaftsberater von US-Präsident George W. Bush war.