Endesa-E.on-Fusion: Spanien will nachgeben - DER SPIEGEL
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Endesa-E.on-Fusion Spanien will nachgeben

Lange ignorierte die spanische Regierung die Kritik aus Brüssel schlicht: Die Energiebehörde des Landes, CNE, hielt stur an ihren harschen Vorgaben für eine Übernahme des heimischen Anbieters Endesa durch E.on fest. Doch jetzt will die Behörde einem Magazin zufolge doch noch nachgeben.
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Madrid - Die spanische Energiebehörde CNE wolle die harten Auflagen für die 27 Milliarden Euro schwere Übernahme von Endesa durch E.on lockern, schreibt das Magazin "Capital". Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero habe das in einem vertraulichen Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zugesichert. Die Behörde wolle ihren Kurswechsel aber erst nach den Regionalwahlen in Katalonien am 1. November bekanntgeben. Industrieminister José Montilla wolle dort neuer Ministerpräsident werden und hoffe, durch den Widerstand gegen die Übernahme bei Wählern zu punkten.

Die EU-Kommission hat unterdessen die gestellte Frist, die sie der CNE gestellt hatte, zumindest bis zum 13. September verlängert. Das teilte ein Kommissionssprecher mit. Ursprünglich sollte Spanien auf die Kritik der Gemeinschaft bis Montag reagieren.

Die CNE hatte von E.on unter anderem verlangt, mehrere Endesa-Kraftwerke bei einem Kauf des spanischen Konzerns abzustoßen - insgesamt ein Drittel der Stromerzeugungskapazitäten. Die EU hatte das Vorhaben dagegen im April ohne Auflagen gebilligt. Der spanische Staat hätte eine Fusion zwischen Endesa und der spanischen Gas Natural lieber gesehen.

ase/dpa/reuters