Endesa-Übernahme: EU-Kommission billigt E.on-Einstieg in Spanien - DER SPIEGEL
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Endesa-Übernahme EU-Kommission billigt E.on-Einstieg in Spanien

Die EU-Kommission will gegen das Gesetz der spanischen Regierung zum Schutz des nationalen Stromversorgers Endesa vor einer Übernahme durch E.on vorgehen. Die Brüsseler Behörde werde in der kommenden Woche ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten, bestätigte die EU-Behörde heute.
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Brüssel - Die EU-Kommission billigte die milliardenschwere Übernahme-Offerte des deutschen E.on-Konzerns für den spanischen Energieversorger Endesa ohne Auflagen. Der Wettbewerb werde durch die Übernahme nicht beeinträchtigt, hieß es heute in Brüssel. Die EU-Behörde bestätigte damit eine vorherige Ankündigung von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.

E.on hat 29 Milliarden Euro für Endesa geboten und will mit der Übernahme an die Weltspitze der Strom- und Gasversorger rücken. Ein Erfolg des E.on-Angebots ist mit der EU-Entscheidung aber noch nicht gesichert.

Die Regierung in Madrid hatte am 24. Februar - vier Tage nach der E.on-Offerte für Endesa - ein Gesetz verabschiedet, das die Blockade einer Übernahme erlaubt, sobald durch diese die strategischen Interessen des Landes gefährdet sind. Die EU-Kommission hatte Madrid daraufhin mehrfach gewarnt, das Gesetz widerspreche dem Binnenmarkt-Gebot in der EU.

Vergangene Woche legte bereits der oberste spanische Gerichtshof die von der Regierung in Madrid unterstützte Übernahme Endesas durch den heimischen Konzern Gas Natural vorläufig auf Eis. Madrid möchte die Branche unter nationaler Kontrolle halten und unterstützte einen Zusammenschluss von Gas Natural und Endesa zu einem spanischen Energieriesen.

kaz/AFP/dpa/AP