Energie: Geringe Nachfrage lässt Ölpreis sinken - DER SPIEGEL
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Energie Geringe Nachfrage lässt Ölpreis sinken

Der Ölpreis fällt und fällt: Die weltweit geringe Nachfrage lässt den kürzlich noch so teuren Rohstoff billiger werden. Seit dem Rekordhoch im Juli hat der Ölpreis mehr als 20 Prozent eingebüßt.
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Hamburg/Singapur - Der US-Ölpreis sinkt weiter. Am Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im September im asiatischen Handel 113,73 Dollar. Das sind 1,30 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Händler begründeten den Rückgang mit der Erwartung einer rückläufigen Nachfrage und einem wachsenden Angebot, während der etwas stärkere Dollar Fonds zum Ausstieg veranlasse.

"Die Nachfrageseite ist die Hauptsorge. Das Angebot der Organisation erdölexportierender Länder, der Opec, steigt, aber es gibt einen Mangel an Käufern. So wurde in China der Verbrauch gedrosselt", sagte Experte Gerard Burg von der National Australia Bank. Im Vergleich zum Rekordstand Mitte Juli von 147,27 Dollar hat der US-Ölpreis gut ein Fünftel eingebüßt.

Ökonomen gehen davon aus, dass sich der Ölpreisrückgang positiv bei der Stimmung der Verbraucher bemerkbar machen und der Konsum zunehmen könnte. Am gestrigen Donnerstag ließen die sinkenden Ölpreise die US-Börse fester schließen.

Energie-Analyst Victor Shum begründete die Preisentwicklung mit der Sorge vor einer Konjunkturabkühlung in den USA, in Europa und Japan. Die belaste den Ölmarkt, da die Nachfrage nach Öl sinke. Nach Einschätzung der US-Energieinformationsbehörde wird die Nachfrage nach Rohölprodukten in den USA weiter zurückgehen.

Weiterer Grund für den sinkenden Ölpreis ist der anziehende Dollarkurs. "Nach dem Anstieg des Dollars gegenüber Euro und Yen sind die Preise für Öl und andere Rohstoffe gesunken", erläuterte Shum. In der Vergangenheit hatten Investoren angesichts des schwachen Dollars verstärkt auf Rohstoffe gesetzt, was den Preisanstieg zusätzlich anheizte.

kaz/dpa-AFX/Reuters/AP

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