Energie Keine Entspannung beim Ölpreis
London - Nach dem Erreichen eines neuen Allzeithochs ist eine Entspannung bei den Ölpreisen nicht in Sicht. Im elektronischen Handel in New York stieg der Preis für das Barrel Öl der Referenzsorte Light Sweet Crude heute nach einem zwischenzeitlichen Rückgang wieder auf 75,26 Dollar. Am Mittwoch war der Barrel-Preis vorübergehend auf ein neues Rekordniveau von 75,40 Dollar geklettert. Bei Handelsschluss hatte der Preis bei 75,19 Dollar gelegen. Auch dies war ein neues Allzeithoch.
Analysten erklärten die steigende Nachfrage mit geopolitischen Unsicherheiten. Damit meinten die Analysten nicht nur die iranische Atomkrise, sondern auch die Raketentests in Nordkorea. Mit Spannung warten die Ölhändler heute auf die neuen Berichte zu den US-Energievorräten.
Auch im elektronischen Handel am Londoner Ölmarkt standen am Vormittag die Zeichen auf Preisanstieg. Die Händler bezahlten für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent 74,14 Dollar. Einen Tag zuvor war der Preis vorübergehend bis auf 74,22 Dollar gestiegen - und lag damit nicht weit von dem am 2. Mai erzielten Rekord von 74,97 Dollar je Barrel entfernt.
Wegen der hohen Rohölpreise bleiben auch die Benzinpreise nach dem Beginn der Feriensaison in Europa auf hohem Niveau. Für einen Liter Superbenzin mussten die Autofahrer in Deutschland heute im bundesweiten Durchschnitt 1,37 Euro und für Diesel 1,15 Euro bezahlen, teilten Sprecher der Mineralölwirtschaft in Hamburg mit. Nach einer Preisrunde am Dienstag hatte der Preis für Superbenzin vorübergehend mit 1,39 Euro den höchsten Stand des Jahres erreicht.
tim/AFP/dpa