Energie: Koch will Marktmacht der Konzerne begrenzen - DER SPIEGEL
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Energie Koch will Marktmacht der Konzerne begrenzen

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch will die Marktmacht der Energiekonzerne begrenzen. In einem Interview forderte er eine Änderung des Kartellrechts, um die Konzerne notfalls zum Verkauf einzelner Unternehmenssparten zwingen zu können.
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Osnabrück - Es gebe bis heute keinen wirksamen Wettbewerb, sagte Koch in einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Das Kartellrecht müsse deshalb so geändert werden, dass Unternehmen, die zu sehr den Markt beherrschten, zur Not auch entflochten werden könnten.

"Das heißt, sie müssen einen Teil ihrer Betriebe an andere verkaufen", sagte der CDU-Politiker. Dies müsse nicht in jedem Fall so kommen, aber eine solche Lösung sei ihm auf jeden Fall sympathischer als eine, die von Brüssel aus diktiert werde.

Im Streit um die künftigen CO2-Grenzwerte für Kraftfahrzeuge sprach sich Koch klar gegen Pläne aus, Abgashöchstmengen für jedes einzelne Fahrzeug festzulegen. "Ich wehre mich gegen den von EU-Umweltkommissar Dimas praktizierten Diktatismus", sagte Koch.

Man dürfe in der gegenwärtigen Diskussion um Klimaschutz nicht zulassen, dass "das Automobil zum Hauptsündenbock" gemacht werde.

mik/AP/ddp/dpa