Energieengpass: RWE-Chef warnt vor Blackouts - DER SPIEGEL
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Energieengpass RWE-Chef warnt vor Blackouts

Stimmungsmache oder ernstlich begründete Sorge? RWE-Chef Jürgen Großmann erklärte, dass deutsche Stromkunden in diesem Sommer mit Stromausfällen rechnen müssen, weil es an Kraftwerkskapazität fehle.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Der Vorstandsvorsitzende des zweitgrößten deutschen Energieversorgers sagte der "Bild"-Zeitung, er befürchte mehrtägige Stromausfälle, sollten die Monate heiß und trocken werden. Mittlerweile reiche schon das Zusammentreffen eines trockenen, heißen Sommers mit wartungsbedingten Ausfällen weiterer Kraftwerke aus, um die Versorgungssicherheit zu gefährden.

Schon in diesem Jahr drohten im europäischen Netz mehrtägige Stromausfälle, "die auch Deutschland hart treffen können", warnte Großmann. Um Stromengpässe künftig zu verhindern, verlangte er mehr Genehmigungen zum Bau neuer Kraftwerke: "Dazu müssen Politik und auch die Bürger ihren Widerstand gegen den Neubau von Kraftwerken aufgeben - sonst drohen Engpässe und Blackouts", betonte Großmann. Der RWE-Chef forderte zudem, die Politik müsse auch zukünftig "auf einen breiten Energiemix setzen, der Braunkohle und Kernenergie einschließt". Dadurch würden einseitige Abhängigkeiten vermieden.

In einem Punkt immerhin gab der Manager Entwarnung: Die Stromkunden müssen nicht damit rechnen, dass der Preisauftrieb in gleichem Tempo voranschreitet wie im vergangenen Jahr. "In 2008 wird es bei RWE   keine Erhöhung geben."

mik/AFP