Energiekonzern: Spanier erlauben E.on die Expansion - DER SPIEGEL
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Energiekonzern Spanier erlauben E.on die Expansion

Der E.on-Konzern darf den größten spanischen Stromversorger Endesa unter Auflagen übernehmen, entschied die staatliche Energiekommission CNE. Nun erwägt E.on, gegen die Bedingungen zu klagen.
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Madrid - Die staatliche spanische Energiekommission CNE stimmte der Transaktion nach monatelangem Tauziehen und tagelangen Schlussberatungen zu. Das teilte die Regulierungsbehörde heute in Madrid mit. Der E.on   -Konzern soll nach der Übernahme rund ein Drittel von Endesa   abgeben und alles in allem 19 Bedingungen erfüllen.

Die von der spanischen Energieaufsicht verhängten Auflagen werden womöglich die Gerichte beschäftigen: "E.on wird nach Erhalt der Entscheidung die Auflagen im Einzelnen prüfen, sieht jedoch für die bislang bekannten Auflagen keine Berechtigung und behält sich rechtliche Schritte ausdrücklich vor", teilte der Konzern mit.

So muss E.on Beteiligungen an mehreren Nuklear- und Kohlekraftwerken abgeben, darunter die 100-prozentige Beteiligung am Nuklearkraftwerk Asco I in Taragona. Außerdem muss der Düsseldorfer Konzern die bereits beschlossenen Investitionen der Endesa einhalten.

Aktie ausgesetzt vom Handel

Die Börsenkommission CNMV in Madrid setzte heute nach der Entscheidung an allen vier spanischen Börsenplätzen den Handel mit der Endesa-Aktie aus, die bei 26,22 Euros notierte. E.on hat rund 27 Milliarden Euro für das Unternehmen geboten. Der spanische Konzern Gas Natural hatte ein Konkurrenz-Angebot über 22,7 Milliarden Euro vorgelegt.

Mit dem Beschluss endete eine heftige innenpolitische Debatte. Die spanische Regierung hatte erst im letzten Moment ihren Widerstand gegen die Transaktion aufgegeben. Wie es hieß, wollte sie eine Konfrontation mit der EU-Kommission vermeiden. Anfangs hatte Madrid die Übernahme des bedeutendsten Stromversorgers durch einen ausländischen Konzern abgelehnt und eine nationale Lösung bevorzugt.

Die Mitglieder der Energiekommission stimmten schließlich einmütig gegen ein Veto und ebenso einstimmig gegen eine E.on-Übernahme ohne jegliche Bedingungen, für die sich Endesa-Chef Rafael Miranda stark gemacht hatte. Die Kommission ist nicht die letzte Instanz. Bei der Genehmigung der Fusion redet auch die Börsenaufsicht CNMV mit.

tim/dpa/Reuters

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