Energiekosten: Heizölpreis hat sich fast halbiert - DER SPIEGEL
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Energiekosten Heizölpreis hat sich fast halbiert

Verbraucher können die Heizung aufdrehen: Nach Berechnungen des Energie-Informationsdiensts sind die Preise für Heizöl seit dem Sommer annähernd um die Hälfte gesunken. Auch Gaskunden dürfen im kommenden Jahr auf sinkende Preise hoffen.
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Hamburg - Mieter können sich auf Entlastungen bei den Heizkosten freuen. Der Preis für Heizöl hat sich seit seinem Höchststand im Sommer annähernd halbiert. das hat der Hamburger Energie-Informationsdienstes EID jetzt berechnet. Im Durchschnitt von 14 großen Städten in Deutschland mussten die Kunden am Freitag 51,90 Euro für 100 Liter bezahlen. Das ist ein Rückgang von mehr als 46 Euro gegenüber Juli. Der Heizölpreis hat damit wieder ein Niveau erreicht wie im Juni 2005.

Gaszähler: Verbraucher können sich auf fallende Preise freuen

Gaszähler: Verbraucher können sich auf fallende Preise freuen

Foto: DPA

Auch bei den Gaspreisen deutet sich eine Entspannung an. "Im nächsten Jahr werden die Gaspreise auf breiter Front zurückgehen", zitierte die "Bild"-Zeitung E.on-Chef Wulf Bernotat. Wegen der Ölpreisbindung folge der Gaspreis dem Ölpreis mit einer Verzögerung von etwa sechs Monaten. E.on selbst werde die Preise im Februar und noch einmal im April senken.

Auch andere Gasversorger haben bereits Preissenkungen angekündigt, obwohl bei einigen Unternehmen die Preise zum 1. Januar zunächst noch einmal steigen. Ursache dafür sind die außergewöhnlich starken Preisschwankungen auf den Energiemärkten innerhalb kurzer Zeit. Der Rohölpreis ist seit seinem Höchststand von mehr als 148 Dollar für ein Barrel (159 Liter) im Juli um mehr als hundert Dollar gefallen.

"Die ganz große Nachfragewelle ist beim Heizöl erst einmal vorbei", sagte EID-Chefredakteur Rainer Wiek. Mit den sinkenden Preisen und der einsetzenden Heizperiode war es seit September zu einer Kaufwelle gekommen, die oft die Kapazitäten der Heizölhändler ausschöpfte. Inzwischen sind die Bestellungen überwiegend ausgeführt und die Wartezeiten abgebaut.

Ob die Preise noch weiter fallen, sei offen. "Die Rezession überlagert alles; überall auf der Welt sinkt die Nachfrage nach Öl", sagte Wiek. Mit Schwankungen sei zu rechnen, aber es könnte noch ein wenig Luft nach unten geben. An den Tankstellen folgte auf Tiefpreise am Donnerstag eine der regelmäßigen Preisrunden. Damit gehören Dieselpreise von einem Euro je Liter, die regional zeitweise erreicht wurden, für einige Tage wieder der Vergangenheit an.

Der Chef des weltweit größten Erdgasförderers Gasprom, Alexei Miller, rechnet dagegen damit, dass die Preise schon bald wieder steigen werden. "Wenn wir von der langfristigen Preisentwicklung sprechen, so kann ich mit Sicherheit sagen, dass die Ära des billigen Erdgases der Vergangenheit angehört", zitierte ihn die "Bild"-Zeitung. Grund dafür sei der weltweit steigende Bedarf an Energieressourcen, gleichzeitig sinke die Anzahl erschließbarer Erdöl- und Erdgasfelder.

2008 waren die Gaspreise in Deutschland nach einer Untersuchung des Verbraucherportals Toptarif.de auf ein Rekordniveau geklettert. Im Jahresdurchschnitt verteuerte sich Gas für private Endverbraucher um rund 9,1 Prozent. Dies bedeute für die rund 20 Millionen betroffenen Haushalte in der Bundesrepublik laut Toptarif.de eine Zusatzbelastung von rund 1,1 Milliarden Euro.

Die heftigsten Preissprünge ereigneten sich ausgerechnet zu Beginn der Heizperiode im Oktober. Inzwischen haben allerdings zahlreiche Gasversorger für das Frühjahr Preissenkungen angekündigt.

ssu/AFP/AP/dpa

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