Studie Deutschland fehlen mehr als eine halbe Million Fachkräfte für Energiewende
Reparaturarbeiten an einer Solaranlage
Foto: Sunan Wongsa-nga / picture allianceFür den Ausbau erneuerbarer Energien fehlen in den kommenden Jahren Hunderttausende Fachkräfte. Das sagt eine Studie des Prognos-Instituts, die im Auftrag der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) erstellt wurde. »Viele Unternehmen gehen davon aus, dass die Transformation aufgrund des Fachkräftemangels länger dauern wird und die Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien nur teilweise erreicht werden können«, sagte Achim Dercks von der DIHK. Rund 250 Berufe seien zum Ausbau von Solar- und Windenergie sowie Wasserstoff wichtig. In diesen fehlten branchenübergreifend bis zum Jahr 2035 rund 560.000 Mitarbeiter.
Der Verband hat die Studie in Auftrag gegeben. Dercks sagte, die gesamte Wertschöpfungskette müsse in den Blick genommen werden. Die Logistik oder Planung dürfe beispielsweise nicht vernachlässigt werden. »Konkret heißt das: Der Aufbau von Windkraftanlagen kann sich verzögern, weil Lkw-Fahrer fehlen.«
Die DIHK empfahl als Reaktion darauf schon in Schulen eine praxisnahe Berufsorientierung sowie Zusatzqualifikationen ergänzend zur dualen Ausbildung. Außerdem müssten mehr weibliche und ältere Fachkräfte im Arbeitsmarkt gehalten werden.