Enron-Manager: Selbstbedienung vor dem Zusammenbruch - DER SPIEGEL
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Enron-Manager Selbstbedienung vor dem Zusammenbruch

Kurz vor der spektakulären Pleite des Energieriesen Enron steckten sich rund 500 Manager kräftig Geld in die Tasche. Die Bonuszahlungen reichten von 1000 bis fünf Millionen Dollar.
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Houston - Nach Angaben eines früheren Enron-Mitarbeiters wurden die Bonuszahlungen an den inneren Kreis des Managements verteilt, heißt es in einem Bericht des Nachrichtensenders CNN. Außerdem bekamen offenbar solche Manager Geld, die die fragwürdigen Partnerschaften eingefädelt hatten, die zu dem Bankrott des Energiekonzerns beitrugen.

Die Top-Absahner

Name Summe*
John Lavorato 5 Mio.
Louise Kitchen 2 Mio.
Jeffrey McMahon 1,5 Mio.
James Fallon 1,5 Mio.
Raymond Bowen 750.000
Mark Haedicke 750.000
Gary Hickerson 700.000
Wesley Colwell 600.000
Richard Dimichele 600.000
James Hughes 500.000
Quelle: CNN; * in Dollar

Die bekannt gewordenen Summen dürften für großen Ärger bei den normalen Angestellten von Enron sorgen, die bei dem Bankrott ihren Job verloren haben und nur geringe Abfindungen bekamen. Die betroffenen Manager wehrten sich jedoch gegen den Vorwurf der Selbstbereicherung. So sagte Enron-Präsident Jeffrey McMahon, der selbst 1,5 Millionen Dollar bekam: "Der Hintergrund dieser Zahlungen war, dass wir die wichtigsten Mitarbeiter auch über einen möglichen Bankrott hinaus in der Firma halten wollten."

Die höchsten Zahlungen gingen laut CNN an John Lavorato und Louise Kitchen, die beide im Energiehandel arbeiten, einer der profitabelsten Enron-Abteilungen. Beide arbeiten jetzt für die Investmentbank UBS Warburg, die den Energiehandel von Enron übernommen hat.