Entspannungszeichen: Ölpreis rutscht unter 40 Dollar - DER SPIEGEL
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Entspannungszeichen Ölpreis rutscht unter 40 Dollar

Der Preisrückgang bei Öl hält an, die Börsenhändler atmen auf: Trotz neuer Berichte über Anschläge auf Pipelines im Irak ist der Barrel so billig wie seit drei Wochen nicht mehr. Lufthansa- und Autobauer-Aktien legen zu.
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New York/London - Der Preis für die Nordseemarke Brent fiel im Oktober-Terminhandel erstmals seit drei Wochen wieder unter 40 Dollar je Barrel (rund 159 Liter). Leichtes US-Rohöl fiel um 52 Cent auf immerhin noch 42,95 Dollar. Noch Ende vergangener Woche war der US-Rohöl-Preis auf ein Rekordhoch von 49,40 Dollar geklettert.

Der Preisrückgang sei unter anderem auf Gewinnmitnahmen von Hedge-Fonds zurückzuführen, sagten Händler. Außerdem hätten am Mittwoch veröffentlichte Daten gezeigt, dass die Benzin-Vorräte in den USA relativ konstant geblieben seien. Damit sei die Versorgung der weltgrößten Volkswirtschaft im Sommer vorerst gesichert.

Der Präsident der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), Purnomo Yusgitantoro, sagte, er hoffe auf einen weiteren Rückgang des Ölpreises und halte 30 Dollar für einen fairen Preis. Er kündigte an, die Opec werde bei ihrer Sitzung am 15. September über eine weitere Erhöhung der Ölfördermengen beraten.

Regelmäßige Brüche in alten Pipelines

Die Ölpreise waren in den vergangenen Wochen angesichts einer ungebrochen steigenden Nachfrage vor allem aus China und daraus resultierenden Sorgen über Lieferengpässe auf historische Rekordwerte geklettert. Die Nervosität an den Märkten wurde unter anderem durch eine unterbrochene Ölversorgung aus dem Irak und anhaltende Probleme beim Ölkonzern Jukos verstärkt.

Am Donnerstag kamen aus dem Irak wieder Berichte über brennende Ölleitungen. Saboteure sollen bei Basra rund 20 Leitungen angegriffen haben, wie ein Manager der staatlichen Ölgesellschaft mitteilte. Ein Offizier der dort für die Sicherheit zuständigen britischen Truppen erklärte allerdings, es komme regelmäßig zu Brüchen der Leitungen, weil die Pipelines so alt seien. Der Export sei nicht betroffen. In den vergangenen Wochen trieben solche Berichte regelmäßig die Ölpreise hoch. Zurzeit reagiert der Markt aber wieder anders.

Die Entspannung am Ölmarkt hat dem Dax auch am Donnerstag Auftrieb gegeben. Der Index stieg um 1,2 Prozent auf 3833 Punkte. Vor allem Lufthansa-Aktien profitierten - sie stiegen um 4,0 Prozent auf 9,93 Euro. Auch Volkswagen  , DaimlerChrysler   und BMW   gehörten zu den Gewinnern.