Enttäuschende Zahlen: Aktienmärkte brechen ein - DER SPIEGEL
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Enttäuschende Zahlen Aktienmärkte brechen ein

Verluste in Frankfurt und New York: Gewinnmitnahmen und enttäuschende Zahlen vom US-Einzelhandel haben die Aktienkurse einbrechen lassen. Für die nächste Zeit erwarten Händler keine positiven Überraschungen.
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Frankfurt am Main - Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch mit deutlichen Verlusten geschlossen. Der Leitindex Dax   fiel um 2,6 Prozent auf 4728 Punkte. Der MDax   verlor 3,9 Prozent auf 5391 Zähler. Der TecDax   sank sogar um 4,3 Prozent auf 584 Punkte. Eine Studie der Deutschen Bank  , die erwartet, dass der Dax noch in diesem Jahr auf bis zu 4000 Punkte abrutscht, drücke auf die Stimmung, hieß es von Beobachtern. Zudem sorgten US-Konjunkturdaten für Ernüchterung.

In New York eröffnete die Wall Street ebenso mit Verlusten. Bis 18 Uhr europäische Zeit verlor der Dow-Jones-Index   1,9 Prozent auf 8305 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite   sank um 2,3 Prozent auf 1677 Zähler.

Belastend wirkten sich die Einzelhandelsumsätze aus. Deren Entwicklung belege, dass sich die US-Bürger beim Kauf zurückhalten, hieß es. Keine guten Nachrichten habe es zudem vom Immobilienmarkt gegeben, wo die Zahl der beantragten Zwangsvollstreckungen im April ein Rekordhoch erreichte.

Der Euro wurde am Abend zu 1,3612 Dollar etwas leichter als am Mittag gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,3623 Dollar festgestellt. Die Zeit der positiven Überraschungen scheine zunächst einmal vorbei, sagte ein Händler. Am Vormittag wirkten sich zunächst die Konjunkturdaten aus der Eurozone positiv für den Dollar aus. Dann aber kamen mit den Einzelhandelsdaten negative Überraschungen aus den USA.

Im Dax standen vor allem Finanztitel unter Druck, was Händler mit Gewinnmitnahmen begründeten. Commerzbank   gaben 11,6 Prozent auf 5,16 Euro nach. Allianz   sanken am Tag der Bekanntgabe der Quartalszahlen um 7,8 Prozent auf 69,74 Euro. Stärkster Gewinner waren Fresenius   mit einem Plus von 4,8 Prozent auf 41,35 Euro. SAP   verteuerten sich um 1,8 Prozent auf 29,86. Insgesamt verbuchten nur fünf Unternehmen Gewinne.

In der zweiten Reihe wurden die Verlierer von Heidelberger Druck   angeführt, die 8,4 Prozent auf 5,24 Euro einbüßten.

Rheinmetall   verloren gleichfalls 8,4 Prozent auf 26,55 Euro. Gesucht waren dagegen die Papiere des Maschinenbauers Tognum  , die sich nach der Vorlage von Zahlen um 10,1 Prozent auf 10,13 Euro verteuerten. Puma   legten 3,6 Prozent auf 160,84 Euro zu.

Im TecDax brachen allen voran Solarmodul-Hersteller Solon   ein. Die Papiere sanken um 10,9 Prozent auf 10,68 Euro. Der Windenergie-Anlagenbauer Nordex   sackten ebenso um 10,9 Prozent auf 12,71 Euro ab. Infineon   büßten 8,9 Prozent auf 1,94 Euro ein. Auf den Kaufzetteln standen dagegen QSC  , die sich nach der Veröffentlichung von Quartalszahlen um 8,8 Prozent auf 1,48 Euro verteuerten. Carl-Zeiss Meditec   gewannen 5,4 Prozent auf 10,22 Euro.

ore/ddp/AP

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