Enttäuschende Zahlen GM kassiert Jahresprognose
Für das Gesamtjahr prognostizierte General Motors ein Ergebnis je Aktie zwischen 6,00 bis 6,50 Dollar. Zur Jahresmitte hatte der Konzern noch einen Anstieg auf sieben Dollar erwartet.
Den Umsatz steigerte der US-Automobilhersteller um drei Prozent auf 44,9 Milliarden Dollar. Hier hatten die Analysten lediglich knapp 36 Milliarden Dollar erwartet.
Als Grund für die schwächer als erwartet ausgefallene Gewinnentwicklung bei GM führten Experten die weltweit schwache Nachfrage sowie höhere Kosten für Rohstoffe und Energie an, die die Autohersteller insgesamt belasten. In den USA drückten zudem die verheerenden Stürme in Florida auf die Nachfrage. GM hatte zuvor den Abbau von 12.000 Stellen in Europa binnen zwei Jahren angekündigt, wodurch die jährlichen Kosten um eine halbe Milliarden Euro sinken sollen. Der Großteil des Personalabbaus entfällt auf die Opel-Standorte in Rüsselsheim und Bochum. Die Verluste im europäischen Autogeschäft glich der Konzern im dritten Quartal ein weiteres Mal durch Gewinne seiner Finanzsparte aus.
Die aus Sicht der Anleger enttäuschenden Zahlen sorgten an der Börse für Kursverluste bei Autoaktien. "Die GM-Zahlen sind enttäuschend, das belastet die Autowerte", sagte ein Händler. Die Aktie des deutsch-amerikanischen Autokonzerns DaimlerChrysler verdoppelte ihre Verluste. Auch das Papier von Europas größtem Autokonzern Volkswagen verlor etwas an Wert.