Epcos: Gewinnprognose fast verdoppelt - DER SPIEGEL
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Epcos Gewinnprognose fast verdoppelt

Epcos will seinen Umsatz im laufenden Geschäftsjahr um 40 Prozent steigern, bislang ging das Management von 25 Prozent aus. Die Gewinne sollen sogar um fast 100 Prozent zunehmen. Eine Dividende werde aber auf absehbare Zeit nicht ausgeschüttet, kündigte Epcos-Chef Klaus Ziegler an.
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München - Die Hauptversammlung des Herstellers elektronischer Bauteile war von ungewöhnlicher Harmonie bestimmt. "Epcos wird 2000 zu den Spitzenverdienern zählen", sagte Firmenchef Ziegler voraus. Die Unternehmensleitung jubelte über gute Ertragsaussichten und Aktionärsvertreter lobten die Börsenentwicklung des Dax-Neulings. Epcos sei ein "Top-Unternehmen", hieß es. "Einen schnelleren Aufstieg in die Liga der Blue-Chips kann man sich nicht vorstellen", sagte eine Aktionärssprecherin.

Dividenden-Hoffnungen dämpfte der Vorstand mit Hinweis auf hohe Investitionen und verwies stattdessen auf Kurssteigerungspotenziale der Epcos-Aktie. Immerhin habe sich der Kurs seit dem Börsengang im Oktober 1999 mehr als verfünffacht.

In manchen Bereichen produziere Epcos an der Kapazitätsgrenze. Zudem erhalte die Geschäftsentwicklung Impulse durch die starken Welt-Währungen Dollar und Yen. Allerdings verwies der Epcos-Chef darauf, dass sich der Hersteller von Komponenten für die Produzenten elektronischer Geräte wie Handys oder Computer in einem relativ stark schwankenden zyklischen Geschäft bewege.

Wann der gegenwärtige Zyklus zu Ende gehe, könne er nicht sagen. Nach seiner Auffassung werde die dynamische Entwicklung noch bis Herbst/früher Winter 2000 anhalten. Dann, im kommenden Jahr, erwarte er aber eine weniger günstige Entwicklung, vermutlich bedingt durch größeren Preisdruck in einzelnen Bereichen, sagte Ziegler. "Wachstum ist unser Lebenselixier. Wenn der Markt in den nächsten fünf Jahren um vier bis sechs Prozent pro Jahr wächst, so wollen wir das mit 12 bis 15 Prozent tun", so Ziegler. Er sei zuversichtlich, dass Epcos dieses Ziel teilweise sogar noch übertreffen werde.

Die früheren Epcos-Mütter Siemens und Matsushita werden nach den Worten des Finanzchefs Bodo Lüttge mindestens noch für die nächsten fünf Jahre an ihrer Beteiligung an dem Dax-Neuling von jeweils 12,5 Prozent festhalten.