Erdbeben bei Mitsubishi: DaimlerChrysler fordert Vizeposten - DER SPIEGEL
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Erdbeben bei Mitsubishi DaimlerChrysler fordert Vizeposten

DaimlerChrysler wirbelt die Führungsetage seines japanischen Skandalpartners Mitsubishi gewaltig durcheinander: Laut einem Zeitungsbericht beanspruchen die Stuttgarter nun den Vizeposten im Vorstand.
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Stuttgart/Tokio - Die japanische Finanzzeitung "Nihon Keizai Shimbun" berichtete am Dienstag, ein DaimlerChrysler-Manager solle voraussichtlich als Vorstand für das laufende Geschäft (Chief Operating Officer) Stellvertreter von Takashi Sonobe werden. Der werde wahrscheinlich Präsident Katsuhiko Kawasoe ablösen. Kawasoe wird zum Rücktritt gedrängt, seit der Konzern eingeräumt hat, 20 Jahre lang Qualitätsbeschwerden von Kunden vor den zuständigen Behörden vertuscht zu haben.

Den Namen des künftigen Vize-Chefs nannte die Zeitung nicht. Die beiden Unternehmen lehnten eine Stellungnahme ab.

In den vergangenen Tagen hatte sich die , dass DaimlerChrysler seinen Einfluss bei dem Unternehmen ausbauen werde, um mehr Mitsprache bei der Qualitätssicherung von Mitsubishi zu erhalten. Beide Firmen hatten am Montag entsprechende Gespräche bestätigt. Mitsubishi hatte erklärt, man spreche über weit reichende Veränderungen der Unternehmensorganisation.

Als Folge der Vertuschung musste der japanische Konzern weltweit rund 620.000 Autos zurückrufen. Außerdem bereitet das japanische Verkehrsministerium eine Schadensersatzklage vor.

Die Aktien von Mitsubishi gingen am Dienstag mit einem Plus von gut drei Prozent aus dem Handel. Die Anteile von DaimlerChrysler notierten am Dienstag in Frankfurt nahezu unverändert.