Ericsson Trüber Ausblick in die Zukunft
Stockholm - Die Aktie des Konzerns stieg am Freitagmorgen in den ersten Handelsminuten in Schweden um 22,29 Prozent auf umgerechnet 1,16 Euro. Noch am Vortag war der Ericsson-Kurs infolge eines enttäuschenden Ausblicks des Marktführers Nokia um fast neun Prozent gefallen.
Der bereinigte Verlust nach Finanzeinflüssen sei im zweiten Quartal wegen eines verschärften Sparkurses von umgerechnet rund 330,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 21,5 Millionen Euro geschrumpft, teilte Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg am Freitag in Stockholm mit. Im Vorquartal war noch ein Verlust von 330,78 Millionen Euro angefallen. Analysten hatten mit einem deutlich höheren Verlust gerechnet.
Umsatzplus gegenüber dem Vorquartal
Beim Umsatz verzeichneten die Schweden gegenüber dem Vorquartal ein Plus von sieben Prozent auf rund drei Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte der Ericsson-Erlös allerdings um 28 Prozent. Für das dritte Quartal erwartet Ericsson auf vergleichbarer Basis einen stagnierenden bis leicht sinkenden Umsatz.
Die allgemeine Marktverfassung schätzen die Schweden weiter als "schwach" ein. Der weltweite Markt für mobile Systeme werde nach der Einschätzung des Unternehmens gemessen in US-Dollar um zehn Prozent oder mehr sinken, teilte Ericsson mit und bekräftigte damit frühere Prognosen. Der Markt für professionelle Dienstleistungen werde allerdings weiter Wachstum generieren. Wegen der Währungseffekte rechnet Ericsson mit einem stärkeren Umsatzrückgang als im Gesamtmarkt.
2003 soll die Gewinnzone erreicht sein
Dank fortgesetzter Kostensenkungen bleibt Ericsson trotz der weiter trüben Marktlage allerdings "entschlossen", während des laufenden Geschäftsjahres in die Gewinnzone zurückzukehren. "In den vergangenen acht Quartalen haben wir unsere operativen Kosten mehr als halbiert und werden unsere selbst gesetzten Sparziele früher als geplant erreichen", sagte Svanberg.